Kennst du das: Dein Kopf ist voller Ideen, To‑Dos und Erinnerungen und trotzdem rutscht dir etwas Wichtiges durch? Besonders, wenn ADHS Teil deines Lebens ist, wird Selbstmanagement zur echten Herausforderung. Mit einem Bullet Journal bekommst du ein Werkzeug in die Hand, das sich an dich anpasst, nicht du an ein System. In diesem Artikel zeige ich dir, warum das funktioniert und wie du konkret starten kannst.
Warum Selbstmanagement bei ADHS anders ist:
Menschen mit ADHS erleben häufig Herausforderungen wie Konzentrationsschwierigkeiten, Impulsivität oder Probleme beim Strukturieren des Alltags. (Wikipedia)
Herkömmliche Planer‑ oder Organisationssysteme versagen oft, weil sie nicht flexibel genug sind oder zu viel Anpassung verlangen. Das frustriert – und genau dort setzt das Bullet Journal an.
Was ist ein Bullet Journal – kurz erklärt:
Das Bullet Journal („BuJo“) ist ein analoges Notizbuchsystem, das Kalender, To‑Do‑Listen, Tagebuch und Kreativraum in einem bietet. (Praxis Dr. Nedoschill)
Entwickelt wurde es von Ryder Carroll, der selbst mit ADHS zu kämpfen hatte – und genau deshalb ein flexibles System erschuf. (denkbar-anders.de)
Die Kernelemente sind: Index, Future Log, Monthly Log, Daily Log, Rapid Logging. Schnell erklärt, aber wirkungsvoll im Alltag.
Warum das Bullet Journal bei ADHS besonders praktisch ist:
- Es erlaubt dir, deine Gedanken und Aufgaben handschriftlich und damit bewusst zu sortieren – das aktiviert das Gehirn anders als digitale Apps. (Praxis Dr. Nedoschill)
- Es ist anpassbar: Wenn ein System nicht funktioniert, kannst du es sofort verändern – mit dem BuJo bist du Herr*in deines Notizbuchs. (ADHS-Forum von ADxS.org)
- Es schafft sichtbare Fortschritte: Wenn Aufgaben erledigt werden, wird sichtbar gemacht, was geschafft wurde – gerade das motiviert. (Ein guter Plan)
- Es hilft bei Reflexion und Fokus: Du schreibst nicht nur Listen, sondern überlegst dir, was wichtig ist, was stehen bleibt und was verschoben wird. (denkbar-anders.de)
So kannst du starten – drei konkrete Schritte:
- Leeres Notizbuch – Stift – Magie: Fang mit minimalem Aufwand an. Keine Perfektion nötig.
- Index & Jahresübersicht anlegen: Erstelle vorne dein Inhaltsverzeichnis und eine Jahresübersicht („Future Log“) mit deinen großen Zielen oder Themen.
- Monats‑ und Wochenübersicht einführen: Lege eine Monatsseite mit den wichtigsten Terminen und eine Wochen/Daily‑Seite mit Aufgaben an. Markiere: erledigt ✅, verschoben →, Notiz –.
Wenn du merkst: „Das funktioniert nicht“, dann ändere die Struktur – sei flexibel.
Tipps & Fallen, auf die du achten solltest:
- Versuch nicht, jeden Tag Seiten perfekt zu gestalten – lieber kleine Einträge konsequent machen. (Ein guter Plan)
- Stelle keine Anforderungen an dich, die dich überfordern – gerade bei ADHS sind Systeme, die zu komplex sind, eher hinderlich.
- Nutze dein Bullet Journal als Spiegel: Was läuft gut? Welche Aufgaben haken immer nach? Welche Einträge bleiben offen?
- Belohne dich für konsequente Nutzung – sichtbarer Fortschritt motiviert weiterzumachen.
Warum dieses Thema gerade jetzt für dich und deine Selbstständigkeit wichtig ist:
Wenn du dich in einem beruflichen Wandel befindest oder die Selbstständigkeit anstrebst, brauchst du mehr als gute Ideen – du brauchst Struktur, Selbstvertrauen und ein System, das dich trägt. Ein Bullet Journal ist kein Zauberstab, aber ein kraftvoller Begleiter auf dem Weg – besonders wenn du selbst mit ADHS lebst oder viele Impulse gleichzeitig jonglierst.
Fazit:
Ein Bullet Journal kann dir helfen, dein Selbstmanagement bei ADHS zu verbessern – durch Klarheit, Flexibilität und sichtbare Ergebnisse. Es ist dein Werkzeug, dein Notizbuch, dein Ort für Gedanken & Aufgaben. Starte einfach, gestalte es nach deinem Leben und erfahre, wie sich Struktur und Kreativität verbinden lassen.
Wenn du Lust hast, mehr zu erfahren oder gemeinsam mit anderen zu lernen, wie du das Bullet Journal für deinen Alltag nutzt – melde dich für unser kostenloses Webinar mit Frauke Schöttke an: „Selbstmanagement bei ADHS mit Hilfe des Bullet Journals“. Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass dein System dich wirklich unterstützt.









