Ernährung, Darm, Stress und Schlaf: Zu kaum einem Thema kursieren so viele Versprechen wie zur Darm-Hirn-Achse bei ADHS. Was ist wissenschaftlich belegt, was ist plausibel, aber unbewiesen, und was ist schlicht Mythos?
In diesem Vortrag ordnen wir die aktuelle Studienlage verständlich ein, ohne Vereinfachungen und ohne Schuldzuweisungen. Sie erfahren, warum ADHS nicht durch einen „kranken Darm“ entsteht, und warum Darm, Ernährung, Stress und Schlaf trotzdem ein Regulationssystem bilden, das die Ausprägung von ADHS-Symptomen beeinflussen kann.
Wir klären, wie Darm und Gehirn über Nerven, Immunsystem, Hormone und bakterielle Stoffwechselprodukte miteinander kommunizieren und welche Rolle Stress, Cortisol und Schlaf dabei spielen. Außerdem schauen wir uns an, was Studien zu Ernährung und Omega-3 zeigen und warum die Vorstellung, Darmbakterien lieferten „Dopamin fürs Gehirn“, so nicht stimmt. Dabei wird deutlich: ADHS entsteht nicht durch einen „kranken Darm“. Darm, Ernährung, Stress und Schlaf bilden aber ein Regulationssystem, das die Ausprägung von Symptomen beeinflussen kann.
Zum Schluss übersetzen wir die Erkenntnisse in den Alltag. Sie erfahren, wie Sie Familien und Kinder entlasten, ohne Schuld zuzuweisen, welche ergänzenden Maßnahmen sinnvoll sind und wo realistische Erwartungen wichtig bleiben. Raum für Ihre Fragen gibt es am Ende des Vortrags. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

