ADHS zeigt sich selten eindeutig. Im beruflichen Alltag begegnen uns Unruhe, Rückzug, emotionale Überforderung, Widerstand oder Erschöpfung – bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ebenso wie bei Eltern und Fachkräften selbst.
Dieses eintägige Online-Seminar legt den Fokus auf ein tragfähiges neurobiologisches Verständnis von ADHS, das hilft, Verhalten einzuordnen, vorschnelle Bewertungen zu vermeiden und erste wirksame, regulierende Interventionen gezielt einzusetzen.
Im Mittelpunkt steht nicht die Frage, was ADHS ist, sondern:
Was passiert im Nervensystem und was folgt daraus für mein pädagogisches oder beratendes Handeln?
Inhalte im Detail
ADHS verstehen:
- Wie ADHS aus Sicht der Betroffenen erlebt wird
- Warum klassische Zuschreibungen („unaufmerksam“, „impulsiv“, „verweigernd“) oft an der Realität vorbeigehen
- Emotionale Dynamiken im Alltag: Überforderung, Scham, Eskalation, Rückzug
- Beziehung als zentraler Wirkfaktor – auch unter Stress
Neurobiologische Grundlagen verständlich erklärt
- Exekutive Funktionen: Steuerung, Planung, Impulskontrolle – was bei ADHS anders läuft
- Dopamin und Belohnung: Warum Motivation nicht „willentlich herstellbar“ ist
- ADHS als Aufmerksamkeits- und Regulationsstörung – nicht als Defizit
- Neurodidaktische Perspektiven: Was Lernen, Motivation und Selbststeuerung wirklich unterstützt
Bilaterales Training – Regulation über Bewegung
- Grundlagen bilateraler Integration: Zusammenarbeit beider Gehirnhälften
- Zusammenhang von Bewegung, Wahrnehmung und Aufmerksamkeitssteuerung
- Wie kurze Bewegungsimpulse regulierend wirken können
Transfer in den Berufsalltag
- Wie lassen sich die Inhalte in Schule, Beratung oder Jugendhilfe alltagsnah integrieren?
- Reflexion von Sprache, Haltung und Interventionen
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